Vorsorgevollmachten

Ein Unfall, eine Operation oder eine Krankheit können jeden treffen. Schnell kann man in die Lage geraten, nicht mehr aus eigener Kraft handeln zu können. Ehepartner, Lebenspartner, Lebensgefährten, Kinder und andere Verwandte sind in einer solchen Situation nicht automatisch berechtigt, wirksame Entscheidungen für den Betroffenen zu fällen oder Auskünfte zu verlangen.

Der Notar berät bei der Abfassung von Vollmachten für den Vorsorge- und Betreuungsfall. Er erklärt, wie durch die Auswahl eines Bevollmächtigten die staatliche Anordnung von Betreuungsmaßnahmen verhindert werden kann. Gleichzeitig zeigt er, wie dem Bevollmächtigten Richtlinien vorgegeben werden können, z.B. durch eine Patientenverfügung oder durch Anweisungen, in welchen Fällen er von der Vollmacht überhaupt Gebrauch machen soll.

Mit einer notariellen Vorsorgevollmacht ist die Anerkennung der Vollmacht im Rechtsverkehr, insbesondere bei Banken und Sparkassen, Behörden und Grundbuchämtern/Notaren gesichert. Gleiches gilt für die Anerkennung durch Ärzte, Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen. Auf Ihren Wunsch veranlasst der Notar die Eintragung der notariellen Vorsorgevollmacht im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer.